Entwürfe & Planungen

Hier können Sie uns in die Karten schauen: Auf dieser Seite erfahren Sie, wie wir Herzogenrath-Mitte aufwerten wollen. Wir präsentieren Ihnen aktuelle Entwürfe und Planungen.

Ihre Meinung dazu interessiert uns – sprechen Sie uns gern persönlich im Projektbüro in der Kleikstraße an!


Wurmpromenade

Wasserflächen in der Stadt wirken belebend, anregend, sind immer auch Anziehungspunkte und übernehmen wichtige klimatische Funktionen. In Herzogenrath-Mitte soll der Flusslauf der Wurm zur Attraktivierung der Innenstadt sichtbarer und erlebbarer gestaltet werden. Dazu soll in Zukunft eine flussbegleitende Promenade den Bereich südlich des zentralen Ferdinand-Schmetz-Platzes mit dem alten Friedhof nördlich der Innenstadt verbinden. Ein wichtiges „Gelenkstück“ der Wurmpromenade wird der Platz unter der Bahnbrücke sein, an dem sich heute noch ein ehemaliges Sonnenstudio befindet. Nach dem Abriss des Sonnenstudios, bietet sich dort die Möglichkeit einen Platz zu gestalten, der in Flussnähe unter anderem Raum zur Betrachtung der neuen Wandbilder an der Bahnbrücke bietet. Bei der Wurmpromenade handelt es sich um die umfangreichste Maßnahme im Rahmen der Innenstadtentwicklung.

Die folgenden Abbildungen zeigen den aktuellen Planungsstand von zwei der insgesamt fünf Teilstücke der geplanten Wurmpromenade:

© Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmBH / archigraphus

Das geplante Altstadtufer beginnt hinter dem Kreisverkehr an der Bahnbrücke Kleikstraße. Da dieser Bereich in den letzten Jahren von Hochwasserereignissen stark betroffen war, wird die Ufermauer angehoben. Durch eine erhöhte Wegeführung der Promenade in einem Teilstück wird eine Aussichtsplattform ausgebildet, durch die die Erlebbarkeit der Wurm erhöht wird und gleichzeitig die vorhandenen Reste der alten Stadtmauer aus einer neuen Perspektive betrachtet werden können.

© Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmBH / archigraphus

An das Altstadtufer schließt sich der letzte Abschnitt der geplanten Wurmpromenade, der sogenannte Uferläufer, an. Er beginnt mit dem Übergang zum privaten Parkplatz des Glaswerkes Saint-Gobain. Die aktuell dort vorhandene Sackgasse soll aufgehoben und eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer entlang der Wurm geschaffen werden. 

Die Wurmpromenade führt in Zukunft in diesem Bereich zu einem erhöhten Naturerlebnis  und führt gleichzeitig zu einer optischen Abgrenzung des Parkplatzbereichs.

Umsetzungszeitraum: voraussichtlich 4. Quartal 2021 – 3. Quartal 2022


Ein Rahmenplan für die zukünftige Bebauung rund um den Ferdinand-Schmetz-Platz

In Herzogenrath-Mitte wurde im sogenannten „Werkstattverfahren Ferdinand-Schmetz-Platz“ ein städtebaulicher Rahmenplan für den zentralen Bereich rund um den Ferdinand-Schmetz-Platz erstellt. In insgesamt drei Werkstattterminen von November 2019 bis Februar 2020 wurde gemeinsam mit Eigentümern, Anwohnern und interessierten Bürgern diskutiert und geplant. Der dritte Werkstatttermin, zu dem alle interessierten Bürger/innen eingeladen waren, ist auf großes Interesse gestoßen und fand im Bockreiterzentrum statt.

Ein städtebaulicher Rahmenplan betrachtet bauliche Entwicklungspotentiale und mögliche zukünftige Nutzungen eines Stadtteils oder Quartiers, bevor rechtsverbindliche Planungen erfolgen. Er dient dazu, mit möglichst vielen Beteiligten verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten und denkbare Konflikte möglichst früh zu erkennen und zu beheben.

Im Werkstattverfahren wurden für verschiedene Teilbereiche, wie z.B. dem alten Post-Gelände an der Albert-Steiner-Straße oder der zum Ferdinand-Schmetz-Platz ausgerichteten Bebauung entlang der Straße „An der Wurm/Apolloniastraße“, Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedenen Varianten betrachtet. Zu jeder Variante wurden Vor- und Nachteile identifiziert und auf dieser Grundlage eine Vorzugsvariante entwickelt, die in der Folge als Grundlage für den städtebaulichen Rahmenplan diente.

© ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH

Die Dokumentation des gesamten Planungsprozesses mit seinen verschiedenen Bürgerbeteiligungen und allen Entwicklungsvarianten können Sie sich hier ansehen.

Umsetzungszeitraum: 4. Quartal 2019 – 1. Quartal 2020


Lichtkonzept

Das Lichtkonzept für Herzogenrath-Mitte soll in den Abend- und Nachtstunden die Besonderheiten der Innenstadt intensiver erleben lassen und neue Aufenthaltsqualitäten schaffen. Historische und stadtbildprägende Gebäude sollen neu in Szene gesetzt werden und diese bisher unausgeschöpften Potenziale zur gestalterischen Inszenierung der Innenstadt genutzt werden.

Durch das Lichtkonzept sollen in Zukunft:

  • eine gestalterische Aufwertung der Innenstadt durch angenehme und ortsangepasste Beleuchtung erfolgen,
  • die Aufenthaltsqualität und Sicherheit in Abend- und Nachtstunden verbessert und
  • Wegebeziehungen verdeutlicht werden.

Die Planungen für die Umsetzung des Lichtkonzepts sind in vollem Gange. Schon bald werden die ersten neu-angestrahlten Gebäude in Herzogenrath-Mitte zu finden sein.

Umsetzung: voraussichtlich Januar bis Dezember 2021

Die Abbildungen zeigen Ihnen aktuelle Planungen/Visualisierungen der Kirche St. Mariä Himmelfahrt und eines historischen Hauses in der Kleikstraße.

            

© Planungsgruppe MWM


Neugestaltung Kirchenvorplatz St. Marien

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt ist neben der Burg eines der charakteristischen Bauwerke der Herzogenrather Altstadt.

Zur Aufwertung der Altstadt ist eine Neugestaltung des Kirchvorplatzes geplant, der mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen ist. Insbesondere soll die Kirche durch eine stärkere Verknüpfung des Vorplatzes mit den umgebenden Straßen eine größere Präsenz im Stadtraum erhalten. Der Vorplatz soll zugleich als Aufenthaltsfläche zwischen Burg Rode und Innenstadt eine neue Bedeutung erhalten.  Hierbei spielen sowohl Aspekte der Verkehrsberuhigung als auch der barrierefreien Gestaltung eine bedeutende Rolle.

Der Entwurf (Abbildung) für die Umgestaltung stammt vom Büro 3PLUS Freiraumplaner. Demnach soll zukünftig eine großzügige Treppenanlage, die sich in der ansteigenden Kleikstraße verliert, eine gestalterische Beziehung von Straßenraum und Vorplatz herstellen. Durch die Materialwahl und das Höhenniveau der Fahrbahn soll die Wirkung eines „Gesamtplatzes“ erzielt werden.

© 3+ FREIRAUMPLANER Entwurf 08/2019

© 3+ FREIRAUMPLANER Entwurf 08/2019


Gestalterische Aufwertung Bahnbrücke Kleikstraße

Die Brücke im Übergangsbereich zwischen Haupteinkaufsstraße und Altstadt wird durch eine ansprechende künstlerische Gestaltung aufgewertet.

Die geplante Wandgestaltung wird in der Technik der sogenannten Illusionsmalerei (Trompe l’oeil – „täusche das Auge“) erstellt und soll einen besonderen Bezug zur Herzogenrather Innenstadt aufweisen. Dafür sind neben Ideen auch Orts- und Geschichtskenntnisse gefragt:
Herzogenrather Kinder, Bürgerinnen und Bürger hatten im Oktober 2019 eine weitere Gelegenheit sich am Prozess der Innenstadtaufwertung zu beteiligen. Dazu fanden unter Leitung des Berliner Büros „CreativeStadt“ zwei Workshops statt; einer für die jüngeren Herzogenratherinnen und Herzogenrather im Schulalter und ein Workshop für Erwachsene. Die Künstler von „CreativeStadt“ nahmen aus diesen beiden Veranstaltungen zahlreiche kreative und überraschende Ideen mit, auf deren Grundlage sie nun konkrete Vorschläge für die Wandkunstwerke erarbeiten. Die Wandbilder sollen ab Frühjahr 2021 durch ein Künstlerteam aus Bühnenbildnern, Landschafts- und Portraitmalern auf die Wände der Bahnbrücke aufgebracht werden.  Vorbereitende Arbeiten (z.B. Demontage Vordach unter der Brücke) fanden bereits Mitte Oktober 2019 statt.


Machbarkeitsstudie „Erlebbare Wurm“ & Wurmpromenade

Die Wurm durchfließt das Zentrum Herzogenraths. Potenziale zur Nutzung des Flusslaufs als stadtbelebendes Element und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität werden derzeit kaum ausgeschöpft. Das soll sich ändern.

Ein wesentlicher Projektbaustein des Integrierten Handlungskonzepts ist die Neugestaltung des Umfeldes der Wurm im Herzogenrather Zentrum. Derzeit ist der Fluss stark verbaut und kaum wahrnehmbar. Eine durchgängige, gut gestaltete Fuß- und Radwegeverbindung ist aktuell nicht vorhanden.

Bald schon soll die neugestaltete Wurmpromenade die Erlebbarkeit des Wassers in der Innenstadt stärken und dadurch die Innenstadt aufwerten. Eine durchgängige Fuß- und Radwegeverbindung ist geplant. Diese soll den Ferdinand-Schmetz-Platz und angrenzende Bereiche mit dem alten Friedhof nördlich der Innenstadt verbinden. Neben einem hochwertigen Aufenthaltsraum im Freien entsteht so auch eine attraktive Fußwegeanbindung zwischen Innenstadt, angrenzenden Wohngebieten sowie den nördlich angrenzenden Freiraumbereichen.

Wie u.a. die Überschwemmungen in der Innenstadt aufgrund eines Starkregenereignisses im April 2018 zeigten, bestehen entlang der Wurm aber auch Anpassungserfordernisse für den vorsorgenden Hochwasserschutz. In der Machbarkeitsstudie „Erlebbare Wurm“ werden daher verschiedene grundlegende Möglichkeiten zur verbesserten Erlebbarkeit des Flusslaufs im innerstädtischen Bereich untersucht, unter Beachtung der  Anforderungen des Hochwasserschutzes.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bilden die wesentliche Grundlage für die Freianlagenplanung zur Wurmpromenade und können hier eingesehen werden.


Sanierung der Burgmauer der Burg Rode

Die Burg Rode ist nicht nur das prägnanteste Bauwerk Herzogenraths, sondern gleichzeitig auch beliebter Kultur-, Veranstaltungs- und Trauungsort.

Das erstmals 1104 urkundlich erwähnte Aushängeschild der Stadt in seiner heutigen Pracht zu erhalten, ist eine wichtige Aufgabe. Um die historische Bausubtanz der denkmalgeschützten Burg zu sichern, ist die Sanierung eines weiteren Abschnittes der Burgmauer notwendig.

Die Burg Rode ist das Wahrzeichen der Stadt Herzogenrath. Bereits im Rahmen der EuRegionale 2008 wurden Maßnahmen umgesetzt, die der Erhaltung und der besseren Nutzbarkeit insbesondere des Burghofes dienten. Unter anderem entstand eine Bühne, darüber hinaus wurde das gesamte Burgvorfeld an der Kleikstraße erneuert.

In den Jahren 2014/2015 wurde dann die Burgwand auf einer Länge von ca. 33 m mittels Bodenvernagelung saniert.

Im Oktober 2020 fand eine weitere Ertüchtigung der Burgmauer statt.